Das Hornmistpräparat: Der richtige Zeitpunkt für die Anwendung

Acker, Gemüse, Wiese, Wein und Obst - Hornmist hilft allen Kulturpflanzen sich optimal zu entwickeln. Mit seiner Hilfe können sie sich Nährstoffe und Wasser aus dem Boden besonders gut aneignen. Außerdem wirkt er positiv auf das Bodenleben.

 

Der richtige Zeitpunkt

Besonders geeignet für die Anwendung des Hornmistpräparats sind Frühjahr und Herbst.

Im Frühjahr wird das Hornmistpräparat zu Vegetationsbeginn ausgebracht, wenn der Boden schon warm und noch feucht ist. Weinreben, Obstbäume und Sträucher werden kurz vor oder direkt zum Laubaustrieb auf Boden, Stamm und Krone gespritzt. Wiesen und Wintergetreide zum Vegetationsbeginn, wenn man gut auf die Flächen kommt. Sommerfrüchte zur Saat beziehungsweise Pflanzung. Die Gemüseflächen werden am Anfang des Jahres einmal als Ganzes behandelt, danach können weitere Spritzungen zu den wichtigsten Saat- und Pflanzzeiten folgen.

Im Herbst, am Ende der Vegetationsperiode, wenn der Boden noch warm und schon wieder feucht ist, wird wieder Hornmist ausgebracht. Wintergetreide und Zwischenfrüchte werden zur Saat behandelt. Weinreben und Obstgehölze direkt nach der Ernte. Wiesen können nach jedem Schnitt behandelt werden. Besonders wichtig ist die Behandlung nach dem letzten Schnitt, die die Wiese ausgeglichen in die Winterruhe leitet. Das gleiche gilt für Weiden nach dem Abtrieb.

 

Zusätzliche Anwendung

In trockenen heißen Sommern hilft das Hornmistpräparat den Pflanzen mit der besonderen Situation umzugehen und nicht so schnell in Trockenstress zu geraten. Weitere hilfreiche Tipps zum Thema Trockenheit und Präparate hat uns im letzten Sommer Walter Stappung geschrieben (hier geht es zum Artikel).

Pierre Masson empfiehlt in seinem Buch “Landwirtschaft, Garten- und Weinbau biodynamisch” das Hornmistpräparat außerdem als Zugabe zu Wurzelbädern, in die die Pflanzen vor der Pflanzung getaucht werden.

 

Nicht übertreiben

Eine zweimalige Anwendung des Hornmistpräparats (Frühjahr und Herbst) ist Standard. Besonders in der Zeit der Umstellung auf biologisch-dynamische Wirtschaftsweise kann das Präparat auch drei oder viermal angewendet werden. Der Boden muss sich erst auf die neue Situation einstellen und eine “Erinnerungsspritzung” tut ihm gut. Im Gemüsebau wird Hornmist ebenfalls häufiger verwendet. So kann man besser auf die besonderen Bedürfnisse der einzelnen Arten eingehen.

 

Eine zu häufige Anwendung (fünfmal und öfter) ist allerdings gefährlich. Die Pflanze kann dadurch anfälliger für Krankheiten werden. Auch die Lagerfähigkeit des Ernteguts kann verschlechtert werden. Deshalb ist es wichtig, die Pflanzen immer auch mit Hornkiesel zu behandeln. Beide Präparate wirken harmonisch zusammen und gleichen die Wirkung des jeweils anderen Präparats aus.

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Kommentare: 1
  • #1

    Lioba Denis-Sturm (Dienstag, 09 April 2019 09:30)

    Ich finde euren Präparatebrief immer sehr gut und praxisbezogen geschrieben. Ganz toll!
    Ich lese ihn immer ausführlich, wenn meine Zeit es zulässt
    Herzliche Grüße