Was wir in Dornach gelernt haben

Wir waren in Dornach. Bei der landwirtschaftlichen Tagung zum Thema „Die Präparate – das Herz der biodynamischen Agrikultur“ durfte Die Präparatekiste natürlich nicht fehlen. Also haben wir Flyer und Visitenkarten gedruckt, das Kind ins Tragetuch gepackt und uns auf den Weg gemacht. Im Goetheanum haben wir dann nicht nur einen Haufen spannender Leute getroffen sondern auch richtig was gelernt.

 

Für uns stand der Austausch mit anderen Präparateherstellern und –anwendern im Vordergrund. Dabei habe ich gelernt, dass man bei der Präparatearbeit eigentlich nur alles richtig machen kann. Wie ich finde eine tolle und vor allem motivierende Erkenntnis!

 

Da gab es Leute, die ihre Präparate trocknen bevor sie sie einlagern und andere, die sie während der Lagerung wöchentlich befeuchten, damit sie nicht zu trocken werden. Landwirte, die jedes Horn einzeln in die Grube legen, so dass es seinen Nachbarn nicht berührt, und welche, die alle Hörner als großen Haufen vergraben. Dann waren da außerdem noch die, die ihre Hörner alle in eine bestimmte Himmelsrichtung ausrichteten, und die, die lieber Büffelhörnern anstelle von Kuhhörnern verwenden. Und alle diese Präparate funktionieren!

 

Nicht anders ist es bei der Anwendung, der eine nimmt mehr, die andere weniger Präparat und manch einer potenziert die Präparate auch noch. Gerührt wird von Hand und mit der Maschine oder gar mit Hilfe von Flowforms. Und wer sich für das Rühren mit der Hand entschieden hatte, konnte bei Walter Stappung lernen, dass es nicht einfach das Rührsystem gibt. In seiner Ausstellung hatten die Teilnehmer die Möglichkeit mehr als zehn verschiedene Fässer in unterschiedlichen Größen und aus unterschiedlichen Materialien mit verschiedenen Rührbesen und dazugehörigen Aufhängungen zu testen. Da war vom klassischen Reisigbesen über umgebaute Anhängerkupplungen bis hin zu umfunktionierten Ski alles dabei. Und es funktionierte!

 

Zu anderen Themen hat Steiner im Landwirtschaftlichen Kurs sehr genaue Angaben gemacht, die sich als wirksam erwiesen und durchgesetzt haben. So wird immer wieder festgestellt, dass nur das einstündige Rühren den Präparaten die Möglichkeit gibt, ihre volle Wirkung zu entfalten und auch die Kompostpräparate funktionieren nur alle zusammen wirklich gut.

 

Nehmen also auch Sie sich ein Herz und probieren sich aus! Beherzigen Sie die Grundregeln und finden Sie Ihren persönlichen Rhythmus. Wer ein wenig in sich hinein fühlt und testet was ihm und seinem Garten/Acker/Balkon/Weinberg gut tut, wird vielleicht auf Dauer noch mehr Freude an der biologisch dynamischen Wirtschaftsweise haben.

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Kommentare: 3
  • #1

    Angelika Heimann (Sonntag, 04 März 2018 15:00)

    Danke für die Tipps!!!

  • #2

    Magdalene (Sonntag, 04 März 2018 17:36)

    Wie ist es beim Fladenpräparat? Maria Thun schreibt, dieses müsse nur 20 Minuten gerührt werden? Dafür dreimal nacheinander spritzen.Oder doch besser die volle Stunde?
    Danke für eine kurze Erfahrungs-Rückmeldung! marisel@posteo.de

  • #3

    Die Präparatekiste (Montag, 05 März 2018 00:15)

    @Angelika Heimann: Sehr gern geschehen :)
    @ Magdalene: Das ist korrekt. Das Fladenpräparat muss nur 20 Minuten gerührt werden, da es bei der Herstellung bereits eine Stunde lang dynamisiert, also umgestochen wird. Dadurch muss es beim Rühren nicht mehr die volle Stunde dynamisiert werden.