Unsere Reben sind teilweise von Pockenmilben befallen. Haben Sie einen Tipp, welches Präparat oder welcher Tee wirksam ist?

Hier habe ich Dir einige Tipps zur Stärkung der Weinrebe gegen Schädlinge zusammengestellt:

 

Maria Thun empfiehlt in ihrem Buch "Mein Jahr im Garten" zur Vorbeugung von Parasitenbefall in Wein Löwenzahnblütentee morgens an Blütentagen auf die Blätter der Pflanze zu spritzen. Dazu werden ein Gramm Löwenzahnblüten mit zehn Liter kochendem Wasser überbrüht. Nach einer viertel Stunde Ziehzeit kann der Tee verwendet werden. Die Ausbringung erfolgt am einfachsten mit einer Rückenspritze. Auch das Versprühen mit einem Besen, der immer wieder in den Eimer getaucht wird, ist möglich aber nur auf sehr kleinen Flächen praktikabel, da sehr anstrengend.

 

Mit dem selben Rezept kann auch Schafgarbenblütentee hergestellt werden. Maria Thun empfiehlt diesen morgens an Blütentagen auf die Blätter zu spritzen. Dies soll die Behandlung mit Schwefel ersetzten, weil die Kaliprozesse in der Pflanze angeregt werden und das die Widerstandsfähigkeit der Blätter erhöht.

 

Pierre Masson empfiehlt in seinem Buch "Landwirtschaft-, Garten- und Weinabu biodynamisch" die Verwendung von Brennnesseltee gegen Milbenbefall in Weinreben. Dazu werden etwa ein Kilo frische blühende Brennnesseln oder 100 g getrocknete mit  3-5 Liter kaltem Wasser aufgesetzt. Das Gemisch wird erwärmt bis es kocht. Danach von der Flamme nehmen und den Tee etwa eine viertel Stunde lang ziehen lassen. Zum Spritzen wird der Tee mit zehn Teilen Wasser verdünnt. Maria Thun empfiehlt die Anwendung abends an Blatttagen.

 

In großen Beständen können die Tees verdünnt werden und mit Traktor und Spritze ausgebracht werden.


Weitere Informationen zur Anwendung finden Sie unter Wissen.
Für tiefergehende Informationen und Hintergründe haben wir unser Literaturangebot.