Biodynamische Präparate Präparatebrief

Präparatebrief

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Experten und Praktiker informieren hier über interessante Themen, Wissenswertes, Tricks und Tipps rum um das Thema biodynamische Präparate, biodynamische Landwirtschaft, biologisches Gärtnern u.v.m.

 

 

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Präparateblog

Einige Berichte aus unserem Präparatebrief erscheinen hier im Blog.

Buchrezension: Michael Olbrich Majer – Über das Geistige in der Möhre

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Präparatearbeiten im August - Das ist zu tun

Anwendung

 

Grünland: Nach jeder Nutzung Anwendung von Hornmistpräparat, etwa zwei Wochen später Anwendung von Hornkiesel

 

Obst: Schachtelhalmtee zur Wurzelstärkung auf den Boden, jeweils eine Behandlung mit Hornmist und Hornkiesel zur Unterstützung der Reife (Anwendung Hornkiesel nachmittags)

 

Wein: Schachtelhalm bei Gefahr von Pilzbefall 

 

Getreide: Fladenpräparat zur Stoppelbearbeitung und zum Düngen (Mist, Kompost, Gülle), Hornmist zur Herbstbestellung und zur Zwischenfruchtaussaat

 

Garten: Fladenpräparat auf abgeerntete Flächen, Hornmist bei Bodenbearbeitung, Aussaat und Pflanzung, Hornkiesel bei Blattbildung und Fruchtansatz, Schachtelhalm zu pilzgefährdeten Pflanzen

 

Herstellung

 

Schafgarbe sammeln und trocknen

Brennnesselpräparat ausgraben

Eichenrinde sammeln, Schädel füllen und vergraben

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Der Gartentipp – Wintersalat jetzt säen

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Das Fladenpräparat nach Maria Thun®

Wann kann das Fladenpräparat angewendet werden?

 

Das Fladenpräparat ist ein Sammelpräparat, das alle Kompostpräparate enthält und deren Wirkung vermittelt. Es wird immer verwendet, wenn Umsetzungsprozesse im Gange sind. Besonders nach der Ernte und zur Ausbringung von Dünger wird seine positive Wirkung auf Boden und Mikroorganismen geschätzt.

 

Die Wirkung des Fladenpräparats wird verstärkt, wenn man es an zwei oder sogar drei Tagen hintereinander anwendet. Es genügt dabei einmal zu rühren. Die Wirkung hält sich über drei Tage. 

 

Obstbau

 

Wird der Obstgarten mit Kompost gedüngt, sollte nach der Ausbringung des Kompostes eine Fladenpräparatspritzung erfolgen. Außerdem können die Bäume nach der Ernte kurz vor dem Laubfall mit Fladenpräparat behandelt werden. So wird die Umsetzung des gefallenen Laubs im Herbst und Winter gefördert.

 

Weinbau

 

Wird der Weinberg mit Kompost gedüngt, sollte nach der Ausbringung des Kompostes eine Fladenpräparatspritzung erfolgen. Das Präparat kann außerdem eingesetzt werden, wenn der Boden zwischen den Reben beackert wird. Dazu eignet sich ein Frontfass. So benötigt man keine extra Überfahrt zur Ausbringung des Präparats.

Im Weinbau hat sich besonders das Fladenpräparat aus Pferdemist bewährt. Maria Thun® schreibt, dass der Kuhmist besonders die Blattentwicklung fördert, was im Weinbau nicht erwünscht ist. Das Fladenpräparat Pferd hingegen unterstützt den wärmeliebenden Wein sehr gut.


Wiesen und Weiden

 

Im Grünland wird das Fladenpräparat zur organischen Düngung mit Mist(kompost) oder Gülle gegeben, um die Umsetzung zu fördern. Zusätzlich kann das Fladenpräparat nach jedem Schnitt beziehungsweise jeder abgeschlossenen Beweidung gegeben werden. Hier fördert es die Umsetzung der abgestorbenen Wurzeln in der Grasnarbe. Besonders im Herbst nach der letzten Nutzung ist eine solche Behandlung angeraten.

 

Ackerbau

 

Im Ackerbau wird das Fladenpräparat zu allen Mist-, Kompost- und Güllegaben eingesetzt. Außerdem sollte das Fladenpräparat zum Einarbeiten der Ernterückstände gespritzt werden. Dazu eignet sich besonders gut ein Frontfass. Es erspart uns eine extra Überfahrt zur Präparateanwendung. Außerdem wird das Präparat so direkt in den Boden eingearbeitet und das Fass dient als Frontgewicht.

Auch zur Einarbeitung von Zwischenfrüchten, zum Kleegrasumbruch und zur Winterfurche ist eine Fladenpräparatanwendung angeraten.

 

Gartenbau

 

Im Gartenbau wird das Fladenpräparat zu allen Mist-, Kompost- und Güllegaben eingesetzt. Außerdem sollte das Fladenpräparat zum Einarbeiten von Ernterückstände gespritzt werden. 

Auch zur Einarbeitung von Zwischenfrüchten und zur Winterfurche ist eine Fladenpräparatanwendung angeraten.

 

Anwendung im Stall

 

Um die Umsetzung von Mist in Kompost-, Tretmist- und Tiefställen zu fördern kann das Fladenpräparat regelmäßig im Stall angewendet werden. Es wird dazu einfach mit einer Rückenspritze oder einer Gießkanne auf die Mistmatratze ausgebracht. Das kann regelmäßig zum Beispiel zweimal in der Woche erledigt werden. Es ist aber auch denkbar, bei jeder Anwendung in der Außenwirtschaft, etwas Präparat für den Stall mit zu rühren. Bei einer solch unregelmäßigen Anwendung kann das Fladenpräparat nur als Ergänzung verstanden werden. Der Mist sollte dann trotzdem mit den biologisch-dynamischen Kompostpräparaten präpariert werden.

 

Zusätzliche Informationen zum Fladenpräparat nach Maria Thun® gibt es hier

 

Weitere Tipps zur Präparateanwendung finden Sie in den  Blogbeiträgen Das Hornmistpräparat: Der richtige Zeitpunkt für die Anwendung und Das Hornkieselpräparat: Der richtige Zeitpunkt für die Anwendung.

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Präparate Rühren - Eine Anleitung

Vor dem Ausbringen werden die Feldspritzpräparate Hornmist, Hornkiesel und Faldenpräparat in Wasser verrührt. Das nennt man auch dynamisieren. Steiner selbst spricht im Landwirtschaftlichen Kurs von der Notwendigkeit das Präparat “in eine gründliche Verbindung” mit dem Wasser zu bringen. Hier gebe ich eine kurze Anleitung für das Rühren von Hand.

 

Welche Mengen benötige ich?

Pierre Masson empfiehlt pro Hektar 100 g Hornmist in 25-35 l Wasser zu verrühren. Im Hausgarten werden 10-20 g Hornmist in 5-10 l Wasser gerührt.

Auch für das Hornkieselpräparat wird eine Ausbringmenge von 25-35 l Wasser pro Hektar empfohlen, darin werden 2-4 g Hornkiesel verrührt. Im Hausgarten entsprechend eine Prise (0,25 g) in 5-10 l Wasser.

Vom Fladenpräparat werden nach Masson 240 g/ha in 35-50 l Wasser verrührt. Im Garten werden nach Maria Thun® 6 g pro 2 l Wasser verwendet. 

 

Worin wird gerührt?

 

Gerührt wird in einem zylindrischen Gefäß, das höher ist als breit (Masson empfiehlt ein Verhältnis von 1,4:1). Für kleinere Mengen eignen sich besonders gut Steinguttöpfe, wie sie früher zur Sauerkrautherstellung verwendet wurden. Größere Mengen werden im Holzfass gerührt. Auch Behälter aus Stahl und Kupfer können genutzt werden. 

Soll das Präparat mit einer Spritze ausgebracht werden, benötigt man eine Möglichkeit zum Umfüllen. Als besonders geeignet empfinde ich ein Fass, dass erhöht steht und unten einen Auslauf hat, so dass man mit der Spritze einfach drunter fahren kann. Es gibt auch kippbare Fässer oder solche, die mit einem Gabestapler hochgehoben werden können. Außerdem ist es wichtig, die festen Bestandteile beim Umfüllen abzusieben, sonst verstopfen die Düsen.

 

Womit wird gerührt?

 

In kleinen Gefäße kann mit der Hand oder einem großen Schneebesen gerührt werden. Für größere Gefäße nutzt man ein Rührgerät. Es gibt sehr verschiedene Rührgeräte, die als Gemeinsamkeit haben, dass sie nach unten hin verdickt sind. Das kann zum Beispiel ein fest gebundener Reisigbesen sein. Länger haltbar und meiner Erfahrung nach angenehmer zum Rühren sind feste Geräte aus Holz. Dazu wird entweder eine Keulenform gedrechselt oder es werden Holzleisten an einem Rundholz befestigt. Eine ausführliche Darstellung verschiedener Methoden mit Bauanleitung und Bildern finden Sie in Walter Stappungs “Die biodynamischen Präparate”

 

Wie wird gerührt?

 

Das Rührgefäß wir zu etwa zwei dritteln mit Wasser gefüllt. Hornmist und Fladepräpart werden zuerst in wenig Wasser aufgelöst und dann ins Rührgefäß gegeben. So können sie sich gut mit der großen Wassermenge vermischen. Das Kieselpräparat kann direkt ins Wasser gegeben werden.

Nun wird das Wasser mit dem Rührgerät gleichmäßig am äußeren Rand in eine Richtung gerührt, bis sich ein Trichter bis fast zum Boden bildet (man braucht etwas Kraft dazu). Ist ein schöner gleichmäßiger Trichter entstanden, wird plötzlich umgekehrt, so dass das Wasser wild brodelt und direkt in die andere Richtung gerührt, bis sich wieder ein Trichter bildet. Und wieder von vorn. Es werden kein Pausen eingelegt. Wie lange eine Trichterbildung dauert ist vom Rührenden, dem Gefäß und der Wasseremenge abhängig. Als Faustzahl kann etwa eine halbe Minute genommen werden. Ist das Rühren sehr anstrengend oder gelingt dir Trichterbildung schlecht, sollten kleinere Wassermengen gerührt werden.

Walter Stappung hat ein kleines feines Buch über das Rühren geschrieben, in dem an Hand von Fotos und Zeichnungen verschiedene Arten der Trichterbildung und des Umkehrens sehr anschualich beschrieben werden. Für eine intensivere Beschäftigung mit dem Thema sehr empfehlenswert!

 

Wann wird gerührt?

 

Hornmist und Hornkiesel werden möglichst direkt vor dem Ausbringen gerührt. Hornmistpräparat am Nachmittag und Abend, Hornkiesel am Morgen oder Vormittag.

Das Fladenpräparat kann den ganzen Tag über gerührt werden. Es kann nach dem Rühren etwa drei Tage lang ausgebracht werden.

 

Wie lange wird gerührt?

 

Hornmist und Hornkiesel werden jeweils eine Stunde lang gerührt

Das Fladenpräparat wurde bereits bei der Herstellung eine Stunde lang dynamisiert. Vor dem Ausbringen muss es deshalb nur noch 20 Minuten lang gerührt werden.

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