Gesunder Baldrian

Baldrian Die Präparatekiste
Bild: Pixabay-User Logga Wiggler

Der Echte Baldrian (Valeriana officinalis) hat seinen Namen vermutlich aus dem Lateinischen

von valere „gesund sein“. Dass er beruhigend und krampflösend wirkt, ist wohlbekannt. Im

Volksglauben konnte man ihn außerdem verwenden um sich vor Hexen, bösen Geistern

oder der Pest zu schützen.

 

Als eine schützende Haut kann man sich auch das Baldrianpräparat vorstellen, dass in

warmem Wasser verdünnt über den reifenden Komposthaufen gespritzt wird und ihn so

„umhüllt“. Das Baldrianpräparat ist das einzige flüssige Kompostpräparat. Im Gegensatz zu

den beruhigenden Baldriantropfen wird es nicht aus der Wurzel sondern aus den Blüten der

Pflanze gewonnen.

 

Dazu muss man selbstverständlich zuerst Blüten finden und sammeln. Der Baldrian wächst

auf nassen nährstoffreichen Böden, in lichten Wäldern, entlang von Bächen und an Ufern.

Die Blüten werden dann ausgepresst. Je nach Menge kann man das in einer Kelter (zum

Apfelsaft Pressen) oder zum Beispiel mit zwei Brettchen in einer Schraubzwinge machen.

Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Damit der Saft gut herausgepresst werden kann,

lohnt es sich, die Blüten vorher zu musen. Dafür eignet sich ein Fleischwolf oder bei sehr

kleinen Mengen ein Mörser.

 

Das Baldrianpräparat benötigt keine Hülle und muss auch nicht reifen. Bloß haltbarmachen

muss man es. Dazu ist am besten die milchsaure Gärung geeignet, die wir im letzten Monat

schon beim Sauerkraut kennengelernt haben. Am einfachsten gibt man etwas Molke oder

aus dem Joghurt abgetropfte Flüssigkeit zum Baldriansaft, um die Gärung in die gewünschte

Richtung zu lenken. Der Saft kommt dann in eine Flasche mit Gärverschluss, so dass die

Gärgase entweichen können, ohne dass Sauerstoff einströmt. Wer keinen Gärverschluss

hat, stülpt einen Luftballon über den Flaschenhals oder gießt eine Ölschicht auf den Saft. Die

Gärung dauert einige Wochen. Der vergorene Saft wird dann dunkel und kühl gelagert.

Laut Steiner regt das Baldrianpräparat den Dünger dazu an, sich mit dem Phosphor zu

beschäftigen. Phosphor brauchen die Pflanzen besonders in der Blüte. Der

Baldrianblütensaft unterstützt also die Blüten unserer Nutz- und Zierpflanzen.

 

Wussten Sie übrigens, dass auch der Feldsalat zu den Baldriangewächsen gehört?

Mehr zum Baldrianpräparat finden Sie z.B. hier


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