Himmelsbote Löwenzahn

Den Löwenzahn, wissenschaftlich Taraxacum, findet man in Deutschland fast überall. Als Pusteblume kennt ihn jedes Kind. Dass seine Blätter (vor der Blüte) einen sehr schmackhaften Salat ergeben, wissen heute leider nur noch wenige Menschen. Die Wurzel hilft außerdem bei Leberleiden, aus den Blüten kann man Sirup kochen, der Halsschmerzen lindert.

 

Um Löwenzahnpräparat herzustellen, werden im Frühjahr und Sommer die noch nicht ganz aufgegangenen Blüten gesammelt und getrocknet. Die inneren Blütenblätter sollten noch zusammen halten. Sammelt man sehr weit geöffnete Blüten, besteht die Gefahr, dass die Samen beim Trocknen nachreifen und man nachher lauter Pusteblumen hat. Die kann man für die Präparatherstellung leider nicht verwenden. Besonders leicht geht das Trocknen der Blüten an einem warmen trockenen Ort (Spitzboden, Heizungsraum), an dem genügend Platz ist, um die Blüten auszubreiten.

Im Herbst werden die Blüten mit Löwenzahntee befeuchtet und im Gekröse einer Kuh eingenäht und vergraben. Das Gekröse ist die Haut, an der die Därme der Kuh im Bauch aufgehängt sind. Auch das große Netz kann verwendet werden. Das Gekröse wird dazu in etwa 30x30 cm große Stücke geschnitten. Ich nähe daraus (mit groben Stichen) eine Tasche, die ich mit Löwenzahn fülle und zunähe. Man kann die Blüten auch einwickeln und das Löwenzahnpäckchen dann verschnüren.

 

Das Löwenzahnpräparat ist ein Kompostpräparat und wirkt über den präparierten Kompost, mit dem gedüngt wird, auf die Pflanzen. Laut Steiner verleiht der Löwenzahn den Pflanzen die Fähigkeit, sich genau die Nährstoffe anzueignen, die sie zum Wachsen benötigt. Die Pflanzen werden bei der Kommunikation mit ihrer Umgebung vom Löwenzahnpräparat unterstützt. So wie der Löwenzahn seine Samenschirmchen in alle Winde verteilt, holt das Präparat Informationen und Nährstoffe aus dem Himmel und der Erde.

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