Eiche – die starke Beschützerin

Die Präparatekiste – Eiche, Biodynamisches Eichenrindenpräparat
Foto: Pixabay-User Zdenet

Quercus robur, die Stieleiche, ist groß und schön und stark. Aus ihrem Holz kann man Häuser bauen und Fässer und Möbel. Es ist haltbar und hart. Mit ihrer Borke lassen sich Felle gerben und Tinkturen herstellen.
Und die Eiche liefert uns das Ausgangsmaterial für das nächste Kompostpräparat, das hier besprochen werden soll:
Das Eichenrindenpräparat.


Rudolf Steiner beschreibt das Eichenrindenpräparat als eine Art Pflanzenstärkungsmittel. Durch den damit präparierten Kompost verleiht das Präparat der Pflanze „die Kräfte schädliche Pflanzenkrankheiten prophylaktisch zu bekämpfen“.

Streng genommen wird zur Herstellung des Präparates meistens nur die Borke verwendet, der äußere Teil, der „bröselt“. Diese schabt, raspelt oder hobelt man vom stehenden Baum ab. Alternativ kann man auch ganze Stücke mit nach Hause nehmen und sie dort zerkleinern. Wenn man nur die obere Borke abraspelt, wird der Baum nicht wirklich verletzt. Die Borke ist ja bereits abgestorben. Trotzdem gebietet es die Höflichkeit, den Baumbesitzer (und den Baum) um Erlaubnis zu bitten!

Die zerkrümelte Borke wird im Herbst in einen Haustierschädel eingefüllt. Es muss keine Kuh sein, auch Schweine, Ziegen, Schafe, Pferde, Esel oder Kaninchen sind geeignet. Die Borke wird in die Hirnhöhle eingefüllt, alle Öffnungen werden verschlossen. Dazu kann man einen Korken nehmen, oder Ton oder ein Stück Holz oder Knochen.

Der gefüllte Schädel wird über Winter nicht sehr tief vergraben. Der Schädel soll feucht liegen, am besten an einer Stelle, an der Regenwasser durchfließt. Dazu kann man ihn an der Stelle eingraben, an der die Regenrinne mündet. Alternativ kann auch eine Tonne mit einem kleinen Abfluss verwendet werden, die mit Pflanzenschlamm gefüllt ist. In diesem Schlamm wird der Schädel gelegt, das Regenwasser wird durch die Tonne geleitet.

Beim Ausgraben im Frühjahr sollte sich die Rinde dunkel verfärbt haben.

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