Schafgarbe, die elegante Kalium-Bringerin

Schafgarbe als Präparatepflanze für das biodynamische Präparat 502 – Die Präparatekiste
Schafgarbe Foto: Pezibaer

Achillea Millefolium – so lautet der wissenschaftliche Name der Schafgarbe – leitet sich von Achilles ab, der laut Legende die Heilkraft der Pflanze entdeckt haben soll.

 

Wir wissen aber, dass Achilles deren Heilwirkung nicht selbst entdeckt hat. Er hat sein Wissen von dem überaus redlichen Zentauren Cheiron. Der steht heute leider nicht mehr für Auskünfte zur Verfügung. Was bleibt, ist die seriöse Information, dass Schafgarbe bis heute als Heilpflanze Verwendung findet, auch wenn niemand mehr damit rechnet, dass behandelte Wunden in Sekundenschnelle verheilen.

 

Die Schafgarbe gehört zur Familie der Korbblütler genau wie Kamille und Löwenzahn. Von den sechs Präparatepflanzen ist also die Hälfte dieser außerordentlich vielseitigen Pflanzenfamilie zuzuordnen. Die Schafgarbe ist eine alte Heilpflanze und darüber hinaus vielseitig verwendbar. Die Blätter sind beispielsweise zum Färben von Wolle geeignet. Wem das zu anstrengend ist, kann sie – jung und zart, als Salatbeilage essen. Schafe fressen die Blätter auch gerne. Wer aufmerksam hinschaut erkennt, dass sie den Blütenstand verschmähen. Deshalb bleibt die Schafgarbe auf Schafweiden prominent sichtbar. Womit wir wenigstens die deutsche Namensgebung vernünftig geklärt hätten.

 

Zur Herstellung des Schafgarbenpräparats werden die Blüten der Schafgarbe im Frühjahr in eine Rothirschblase gefüllt und reifen über Sommer an der Sonne. Im Herbst werden die Blasen vergraben, so verbringt die Schafgarbe den Winter im Boden. Nach einem Jahr wird eine wohlriechende Masse ans Licht geholt, die als Präparat 502 hilft Ihren Kompost zu verbessern.

 

Rudolf Steiner bezeichnet die Schafgarbe als ein ganz besonderes Wunderwerk. Sie hilft, das Kalium im Kompost so vorzubereiten, dass die Pflanze aus der damit gedüngten Erde genau das entnehmen kann, was sie zum Wachsen benötigt. Außerdem vermittelt die Schafgarbe laut Steiner auch die Wirkung des Schwefels auf die Pflanze in außerordentlicher Weise und trägt so zu einer besonders guten Eiweißqualität bei.

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